Projekte

 

Kooperation mit SV WERDER BREMEN

Seit dem Jahr 2002 sind wir offiziell Partnerschule des SV WERDER Bremen. In dem Sozialprojekt „100 Schulen - 100 Vereine“ fördert der Bundesligaverein den Sport und das Ernährungsbewusstsein in der Region sowie das soziale Miteinander durch unterschiedliche Aktionen.

Die unterschiedlichen Inhalte der Kooperation zwischen Schule und Verein lassen sich unter http://www.werder.de/de/soziales-engagement/werder-partner/index.php einsehen.

Größter Erfolg im Rahmen dieser Partnerschaft war der Gewinn unserer Schule bei dem Wettbewerb 100% Fitte Schule, in dem es um sportliche und ernährungswissenschaftliche/gesunde Projekte im 2. Schulhalbjahr 2006/07 ging. Der Gewinn von 3000 Euro floss in den Sportetat; neue Sportgeräte für den Unterricht und den Freizeitbereich wurden davon angeschafft.

 

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Anne-Frank-Projekt

„Auf den Spuren der Anne Frank“ - so heißt das Thema einer Arbeitsgemeinschaft der Eschhofschule Lemwerder. In dieser AG lernen Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs die Geschichte des Holocaust an einem konkreten Beispiel, dem Beispiel der Anne Frank, kennen.

Durchaus überraschend und zugleich erfreulich, dass dieses AG-Angebot auf große Resonanz stößt.

Nach unserer Überzeugung ist die Geschichte des Holocaust nicht allein über Schulbücher zu vermitteln, es braucht die konkrete Anschauung und den Versuch, übriggebliebene Spuren der Geschichte in den Augenschein zu nehmen. Aus diesem Grund suchen wir mit den Teilnehmern der AG nachfolgende Orte auf, die die Erinnerung an das Schicksal, Leben und Sterben von Anne Frank (und vielen anderen Menschen) wachhalten:

- das Versteck der Familie Frank in Amsterdam 

 tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank Haus.jpg  Anne Frank Huis / Amsterdam

- das Durchgangslager Westerbork (südlich von Groningen, ein ehemaliges Sammellager niederländischer Juden und heutige Gedenkstätte)

- Bergen-Belsen, jenes KL in der Lüneburger Heide, in das Anne Frank (nach kurzen Aufenthalt in Auschwitz-Birkenau) verschleppt wurde und in dem sie im März 1945 ums Leben gekommen ist.

tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - BB - Stein.JPG

  Foto: Anne-Frank-AG in Bergen-Belsen 2014

Ein weiterer „Ort“ ist das weltberühmte Tagebuch der Anne Frank, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler beschäftigen. 

tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - Lesen.JPG

Die Ergebnisse unserer AG (im Übrigen findet sie einmal wöchentlich am Donnerstagnachmittag statt) werden von den  Schülerinnen und Schülern in Gestalt von Ausstellungen präsentiert (z. B. am Tag der offenen Tür unserer Schule oder für Unterrichtszwecke).

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Studienfahrt nach Bergen-Belsen 2014

Im Rahmen einer einwöchigen Studienfahrt der „Anne Frank AG“ unserer Schule haben wir die Gedenkstätte Bergen Belsen besucht – das Konzentrationslager, in dem Anne Frank im Frühjahr 1945 umgebracht wurde.

In diesem Jahr (2015) jährt sich ihr Todestag zum 70sten mal.

 

Bergen-Belsen als Chance für eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust

An dieser Stelle unserer Homepage möchten wir Erfahrungen und Einsichten unserer „Anne Frank AG“ präsentieren, die uns besonders wichtig geworden sind und unsere weitere Arbeit prägen werden.

Eine wichtige Einsicht kommt in der Überschrift dieses Abschnittes zum Ausdruck:

Bergen-Belsen als Chance für eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust

Für den Geschichtsunterricht der Oberschule ist lt. curricularer Vorgaben die Behandlung des Themas „Holocaust“ bzw. „NS-Verbrechen“ ein verbindliches Thema, ein Thema, das sogar schulformübergreifend bearbeitet werden soll.

Allerdings: die unterrichtliche Behandlung dieses Themas ist außerordentlich schwierig und die Erfahrung zeigt, dass Schulbücher als Medien für die Erschließung dieses Themas nur begrenzt helfen können. Deshalb hieß unsere Frage:

Könnte es sein, dass NS-Gedenkstätten als außerschulische Lern- und Erinnerungsorte den Zugang zum Thema „Holocaust“ erleichtern? 

Bergen-Belsen, eine gute Autostunde von Lemwerder entfernt, ist ein solcher Lern- und Erinnerungsort – bekannt und „populär“ geworden vor allem durch das Schicksal von Anne Frank und ihrer Schwester Margot, die im Frühjahr 1945 ums Leben gekommen sind bzw. umgebracht wurden. 

Bei der Erstbegegnung mit dem historischen Lagergelände (Lagereingang) gewinnt man den Eindruck, dass dieser Ort, jedenfalls auf den ersten Blick, als Lernort für die Auseinandersetzung mit dem Schicksal von Anne Frank sowie mit dem Holocaust wenig herzugeben scheint: kein Eingangstor mit der  sonst zynischen Aufschrift („Arbeit macht frei“), kein Wachturm, keine Rampe, kein Stacheldraht, keine Baracken....was man sieht ist viel Fläche und eine eher idyllische Heidelandschaft.


Warum lohnt es sich trotzdem diesen Ort als Ort der Auseinandersetzung mit dem Thema „Holocaust“ aufzusuchen?

Fünf Gründe sind uns deutlich geworden.

Es lohnt sich, weil Bergen-Belsen dazu einlädt, ja geradezu auffordert....

  1. … sich auf den Weg zu machen und zu lernen genau hinzusehen, zu suchen und dabei im wahrsten Wortsinne verschüttete Entdeckungen zu machen.
    So haben wir z.B. noch neben den „offiziellen“ Freilegungen (z. B. Überreste von Baracken) weitere verborgene Überreste aus der Lagerzeit gefunden: hinter dem sog. T-Block im Eingangsbereich fanden AG-Teilnehmer Spuren z.B. von Latrinen, diese wurden fotografiert und dokumentiert. (forschendes und entdeckendes Lernen)

    tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - BB - Gelaende.JPG


  2. …Vorstellungen zu entwickeln zu der Frage: Was ist hier an dieser Stelle an diesem Ort passiert, mit den vielen Häftlingen, mit Anne Frank und ihrer Schwester? Wie hat der Ablauf eines Tages ausgesehen? Wie hat Anne Frank hier ihre letzten Tage und Stunden verbracht?
    Schülerinnen und Schüler bekommen ein Bewusstsein für die Authentizität dieses Ortes.  Umso leichter gelingt es ihnen bzw. ist es ihnen gelungen, innere Vorstellungen und Bilder zu entwickeln. (imaginatives Lernen)

  3. … Mitgefühl zu entwickeln und sich in die Situation derer, die hier gelebt und gelitten haben ansatzweise hineinzuversetzen, sich mit Einzelschicksalen (z.B. Yvonne Koch  mit  ihren „roten Handschuhen“) auseinanderzusetzen, die Aussichtslosigkeit der Häftlinge nachzuvollziehen;  dabei wird die fehlende „Anschauung“ durch zur Verfügung gestelltes Quellenmaterial ersetzt. (empathisches Lernen)

    tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - BB - Handschuhe.jpg
    Quelle: http://bergen-belsen.stiftung-ng.de/de/forschung-dokumentation/sammlung/fotos.html?tx_sng[img]=2


  4. … sich (auch) mit den Tätern auseinanderzusetzen, ihren Motiven, ihren Verbrechen und ihrem Verhalten. Mit Hilfe bereitgestellter Dokumente und Quellentexte im Rahmen eines Workshops wird ein Perspektivenwechsel eingeübt und versucht, Täterprofile zu erstellen. (multiperspektivisches Lernen)

    tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - BB - Plenum.JPG                Foto: Plenumsarbeit mit Frau Bergmann von der Gedenkstätte


  5. ...konkret und praktisch – z.B. durch Pflegen von Wegen, Gedenkplatten, durch Freilegungen u.a.m. -  daran mitzuwirken, dass kein „Gras über diesen Schreckensort“ wächst und ihn zudeckt und damit dem Vergessen dessen, was hier geschehen ist, Vorschub leistet. (handlungsorientiertes Lernen)

    tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Anne Frank - BB - Pflege.JPG

 

Ausblick:

Unsere AG-Arbeit wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte Bergen-Belsen (Frau Sabine Bergmann) sind weitere Projekte geplant, z. B. Zeitzeugengespräche, eine Anne-Frank-Ausstellung anlässlich ihres 70zigsten Todestages u.a.m.

Für uns, dem Fachbereich Geschichte der Eschhofschule, ist diese Zusammenarbeit wichtig und wertvoll, weil sie uns bei dem mühsamen und anstrengenden Versuch hilft, ein Stück Vergangenheit i.S. der oben genannten Stichworte zu rekonstruieren. Dafür an dieser Stelle ein großer Dank.

 

Tim Wolter            tl_files/Bilder_Eschhofschule_Lemwerder/Logo Bergen-Belsen.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kooperation mit A&R

Ab dem  Schuljahr 2011/12 haben die Werft Abeking und Rasmussen und die Eschhofschule eine engere Zusammenarbeit vereinbart. In vorbereitenden Gesprächen zwischen Schule und Werft wurden mögliche Themenfelder konkretisiert. Maßgeblich für das Zustandekommen ist der Einsatz der Ausbildungswerkstatt. Der Ausbildungsleiter Helge Ziems zeigte sich unermüdlich, auch kleine Kooperationsansätze  umzusetzen und auf die Schulstrukturen Rücksicht zu nehmen. Auf diese Weise kamen interessante Themenfelder zustande:

-         AG Werkzeug/Metall (Fotos)
-         WPK Wirtschaft
-         Girls Day
-         Projektwoche Werft erleben
-         Werkstoffanalysen im Fach Chemie
-         Bewerbungsgesprächstraining

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